Dienstag, 16. Juli 2013

Mongolei - ein wunderbares Land!

Ich bin zurueck aus meinem Trekking- und Pferdetrip im Norden.. als meine Schweizer-Kollegin ging, reiste ich noch alleine mit den Pferdefuehrern und den Pferden weiter.. und lebte schlussendlich noch in einer Jurte, im Juhee draussen, bei fantastischen Menschen.. Ich bin zurueck in Darkhan und absolut dankbar fuer die tollen Erfahrungen, die ich wieder einmal machen durfte! Wow! Es kam alles anders, als ich geplant hatte.. immer wieder... und doch kam es genau so, wie ich es mir erwuenscht gehabt hatte!!!!

Ich liebe diese Weite. Die Natur. Das einfache Leben. Ich war sehr sehr gluecklich und meine Batterien wurden sehr sehr gut aufgeladen. ;)
Wie immer waere ich gerne laenger geblieben. Ich traf eine Kultur, die mich absolut fasziniert. Wie keine andere zuvor. Aber in der Schweiz wartet eine andere Aufgabe auf mich, auf die ich mich auch sehr freue. Aber ich werde zurueckkehren. Ich sage dies immer, wenn ich auf Reisen bin, da ich in jedem Land tolle Erfahrungen machen durfte. Doch dieses Mal ist es anders. Das naechste Mal moechte ich meine Freundin im Westen der Mongolei (ihrer Heimat) besuchen. Wie eigentlich urspruenglich fuer diese Reise geplant...^^ Wenn es geht, wuerde ich auch gerne die neuen Freunde besuchen.. A ver..
Zurueck in der Schweiz moechte ich Mongolisch lernen. Es ist fuer mich eine extrem schwierige Sprache. Ich konnte mit den Menschen kommunizieren, es funktionierte. Obwohl sie nur ein paar Brocken Englisch oder gar kein Englisch und ich nur ganz wenig Mongolisch sprach. Aber diese Kultur ist so anders als die meine, ich haette tausend Fragen... und bisher war ein wichtiger Teil meiner Reisen, mit den Menschen ueber Dieses und Jenes zu diskutieren. Eine enorme Bereicherung.
Aber es war jetzt auch eine super Erfahrung, zu sehen, dass Kommunikation dort moeglich ist, wo sie unmoeglich erscheint. Auch eine enorme Bereicherung.

Jetzt werde ich meine Freundin und ihr Kind nochmals sehen.. und dann schon ganz bald meine Heimreise antreten. Darauf freue ich mich wirklich auch. Bis bald. ;)

Die Mongolei, das Land, in dem ich mich zu Beginn sehr unwohl fuehlte (wie in keinem Land zuvor), wurde zu einem Land, das ich gelernt habe zu lieben. Ich werde hierher zurueckkommen, eines Tages.
Die Menschen, Kultur, Landschaft.. einfach faszinierend.

16.07.13

Der westliche Mensche strebt nach Reichtum, Macht.
Es soll hart geschuftet werden, um sich ein grosses Haus, schoenes Auto und sonstige *Wichtigkeiten* leisten zu koennen. Doch die extrem vielen, angehaeuften Besitztuemer belasten.
Ressourcen des Landes werden verpuffert. Der Mensch will immer mehr. Und wird dabei innerlich immer leerer.
Eine hungernde Seele, die sich nach Ruhe, innerem Reichtum, sehnt.
Sie macht sich auf die Suche. Kommt mit Hilfe oestlicher Techniken zur Rast, zum Frieden. Yoga, Meditation, Natur. Rueckkehr zu den einfachen Dingen des Lebens.
Die eigenen Wurzeln finden.

Dem westlichen Menschen gegenueber der Nomade der Mongolei. Er schufftet auch hart, aber um essen zu koennen. Um leben zu koennen.
Die Nomaden haben auch Autos. Sie streben jedoch nicht nach einer Villa. Sondern leben auch heute noch in Jurten. Kommen mit extrem wenig Besitztum aus. Doch es funktioniert alles wunderbar.

Die Nomaden hielten ihr Land noch sehr in seinem Urzustand. Ressourcen werden nicht verpuffert.
Erst durch das Eintreten der westlichen Menschen.

Und der Europaeer meint, dem Nomaden voraus, ueberlegen, zu sein.

Tja, Narren irren sich.

10.07.13 Anders. Und doch gleich.

Du siehst anders aus. Sprichst eine andere Sprache als die Menschen hier.
Du kennst die Sitten und Gebraeuche nicht.
Und doch wirst du sehr herzlich empfangen.

Offene Herzen machen Kommunikation dort moeglich, wo es eigentlich unmoeglich erscheint.

Freitag, 21. Juni 2013

16.06.13

Hellgruene Wiesen. Dunkelgruene Waelder. Edelbraune Fluesse. Weisse Jurten.
Passt alles zusammen. Ergibt ein schoenes Gesamtbild. 

Doch etwas passt nicht in dieses tolle Landschaftsbild: Glas, PET, Papier.
Abfall ist immer wieder zu entdecken.

Der Lebensstil hier in einer Jurte ist eigentlich aeusserst naturschonend.
Doch dem schoenen Land auch durch Abfallsammlung Sorge zu tragen, das haben die Menschen hier noch nicht entdeckt.

Nichts ist perfekt.
Man lernt ein Leben lang.

09.06.13

Im Juhee draussen.
     Urchig.
     Rueckzug (zu den Wurzeln).
     Tee.
     Einfach.

Meine erste Zeit in der Mongolei - nun schon bald 3 Wochen!...

Hallo ihr Lieben!

Kurz vor meinem Geburtstag reiste ich ja in die Mongolei... und brauchte dann sehr viel Zeit, um wirklich anzukommen!
Ich wurde von meiner Kollegin und ihrem Freund am Flughafen abgeholt... und hatte mich so gefreut, sie zu sehen! :)
Ich wohnte in einer Wohnung, wo noch zwei andere Schweizerinnen waren, die aber beide ihre letzte Woche hier hatten.. und sich am Verabschieden waren, waehrend ich mich zuerst noch eingewohenen musste resp. durfte.
Aber ich fuehlte mich wahrlich als Auslaender... Die Sprache kann ich natuerlich ueberhaupt nicht, d.h. auch die Schrift ist mir fremd... und was mir am meisten aufgefallen ist, am Anfang: Die Leute hier sehen natuerlich auch ganz anders aus als wir Europaeer resp ich sehe hier anders aus als die Einwohner.. und ich wurde z.T. angestarrt.. was ja normal ist, aber wenn ich dies dann jeweils bemerkte und sie auch anschaute, schauten sie nicht einfach weg, sondern starrten mich ungeniert weiter an!..
Natuerlich war es mir bewusst, dass es dieses Mal eine ganz andere Reiseerfahrung wird. Aber es dann wirklich auch zu erleben ist wieder etwas ganz Anderes!
Obwohl es mir am Anfang wirklich schwerer fiel, mich einzuleben, bin ich froh, diese Erfahrung einmal gemacht zu haben. So kann ich die Situation von Auslaendern bei uns (noch) besser nachempfinden!

Die Schule, mit der ich ins Lager gehen sollte, erschien mir sehr unorganisiert... Mir war aber schon vor der Abreise klar, dass hier Flexibilitaet und Spontanitaet gefragt sein werden... was sich auch bewahrheitet hat..  Das Lager sollte eigentlich am Samstag (urspruenglich einmal schon 5 Tage vorher) beginnen.. Am Freitag erfuhren wir dann aber, dass es am Montag starten werde... und am Sonntagabend erfuhren wir zufaellig, dass nur 1 x 8 Tage durchgefuehrt werden statt 2x 8 Tagen.... Hm ja. Flexibilitaet war da gefragt.^^
Zum Glueck hatte ich nichts geplant fuer nach dem Lager. ;)

Das Team spricht natuerlich jeweils Mongolisch... was mir zuerst in der Schule als unfreundlich aufgefallen ist... aber im Lager wurde es dann normal fuer mich. D.h. es ist verstaendlich, da ein paar Deutsch sprechen.. ein paar Englisch... alle ausser mir und meiner Schweizer Kollegin Mongolisch.. und nicht alle Mongolinnen Deutsch oder Englisch sprechen.. Ich bin aber sehr froh, dass ich die Leute im Lager besser kennen lernen konnte. So waren sie alle, auch die Schulleiterin, wirklich viel lockerer drauf! Sie konnten sich auch sehr Muehe geben, uns das Gesagte zu uebersetzen! Es war lustig mit ihnen!
Wir unterrichteten jeweils am Morgen Englisch... und am Nachmittag hatten die Kinder ein Programm vom Camp aus. Manchmal auch mit uns. Es waren also fast Ferien fuer uns. ;)
Unterrichten war auch eine spezielle Erfahrung... zuerst schwierig (da wir kein Mongolisch sprechen und die einige Kinder praktisch kein Englisch), dann lebten wir uns aber auch dort ein.
Wir wohnen uebrigens wieder in der gleichen Wohnung.. und heute kommen ein paar einheimische Lehrkraefte des Camps zu uns zum Abendessen, so als Abschluss. Morgen geht es fuer uns weiter...

Das Lager war insgesamt eine tolle Erfahrung! Aber fuer uns und sogar fuer die einheimischen Lehrkraefte wurde das Warten teilweise muehsam.... Ein Mix zwischen dem punktgenauen Schweizer und dem wartenlassenden Mongolen waere super!
Das Warten ist wirklich sehr ungewohnt, manchmal auch muehsam. Aber trotzdem finde ich es einmal schoen zu sehen. Denn hier kennen sie keinen Stress. Haben einfach Zeit. Das ist mir dann wiederum sympathisch! :)
Und die Landschaft beim Camp war einfach suuuuper!!! Gruen, Gruen, Gruen!! Und nicht zu vergessen: Der *ach so gefaehrliche* Fluss setzte dem Ganzen noch den Glanz hinzu!

Eigentlich wollte ich dann naechste Woche nach Khovd gehen, meine mongolische Freundin besuchen. Sie wollte in ihrem Heimatort ihr Kind bekommen. Aber jetzt hat sie schon hier einen Sohn bekommen!!!!!!!!!! :) Es geht ihnen beiden gut, alles tiptop! Was fuer eine Ueberraschung!!! Eine richtig herzige kleine Familie!!! :)
Aber nun haben sich auch meine Plaene geaendert.. (zum Glueck hatte ich noch keinen Flug etc. gebucht!..) und ich reise jetzt doch noch mit meiner schweizerischen Lagerkollegin weiter in den Norden... nach 2-3 Wochen komme ich dann wieder zurueck, um nochmals meine Kollegin zu besuchen.
Deswegen war ich gestern noch in der Hauptstadt (um das Visum zu verlaengern)... Wurde auf dem Amt von einem Schalter zum naechsten gehetzt.. aber zum Glueck hat alles geklappt.. und ich konnte dann sogar noch meine ehemalige Mitbewohnerin treffen... Sie sitzt in UB fest, wegen ihrem Visum nach China... Dauert ein bisschen.. Aber sie hat jetzt noch 1 Jahr Zeit zum Reisen, dann ist eine Woche laenger auch nicht sooo tragisch.

Ich freue mich uebrigens schon sehr auf den Schulstart. Toent sicher komisch. Ist aber so. :) hehe
Aber jetzt freue ich mich zuerst darauf, die anderen nochmals zu sehen... und dann auf die Reise (uebrigens hauptsaechlich mit dem Zelt), wo wir sicher wieder viel Neues sehen werden.. Pferde werden auch dabei sein. :)
Es wuerde mich wirklich sehr reizen, einmal mit einem Pferde durch die Gegend hier zu reiten... Leider sieht man aber nicht so viele Reiter, das Auto hat auch hier die Pferde ersetzt...
Trotzdem sieht man jeweils Pferde-, Kuh-, Ziegen- und Schafherden. Passen genau so wie die Jurten super ins Landschaftsbild!
Jurten finde ich uebrigens sehr gemuetlich und auch herzig. Toll, wie einfach die Menschen dort drinnen leben!
... und schlussendlich freue ich mich natuerlich, dass ich nach dieser Reise, wenn ich wieder hierher zurueckkomme, meine Freundin wieder sehe!... bevor es dann zurueck in die Schweiz geht.

So, ich wuensche euch eine schoene Zeit... bis bald... und abschliessen tue ich heute mit einem Zitat meiner Lager-Kollegin
*Die Mongolei, das Land der drei Ws. Wind. Wetter. Warten.*

Donnerstag, 30. Mai 2013

I'm ready... to fly! :)

Erst gerade noch kam ich nach 13 erlebnisreichen Wochen wieder in meiner Heimat an... es schloss sich diese Reisetüre... Ich lebte mich wieder neu ein.. Dann hiess es schon wieder "Adiós" zu sagen.. und nun stehe ich schon vor meiner nächsten Reise. Ein Kommen und Gehen. Wirklich nicht immer nur toll. Aber AUCH toll.
Und ja; jetzt freue ich mich so richtig! ;)

Mal schauen, ob ich dann auch ab und zu zum Bloggen komme... "A ver!" :)
Bis dahin liebe Grüsse!

23.05.13 Türen. Leben. Türen leben?


Traurig zu gehen. Du schliesst bald eine Türe hinter dir. Doch erst diese verschlossene Türe ermöglicht das Aufmachen einer nächsten Türe. Darauf freust du dich.
In deinem Leben gab es immer wieder Türen, die sich dir verschlossen haben. Doch wenn du so zurück schaust, geschah dies nie ohne Grund. Denn dank diesen verschlossenen Ausgängen eröffneten sich andere Möglichkeiten, ergaben sich andere Dinge. Dinge, von denen du nie erwartet hättest, dass sie in dein Leben treten.

Das Leben; alte Türen schliessen sich, neue oder auch alte gehen wieder auf. Ein Kommen und Gehen. Ein Geben und Nehmen.

24.03.13 Abheben - Sicher landen - bodenständig bleiben


Freunde heben mit uns ab...
.. und helfen uns wieder beim Landen.
Sie helfen uns, auf dem Boden zu bleiben.


Ich bin sehr dankbar, solch tolle Menschen in meinem Leben zu haben!!! DANKE!!!

12.3.13 Born free

Frei geboren.
Freier Wille. Frei.

Und doch eingebunden. In den Netzen der Gesellschaft.
Du folgst dem Ruf nach Freiheit, reisst dich los und haust ab. Fliegst.
Geniesst deine Freiheit! Frei. Frei fühlen. Frei sein.
Irgendwann ist der Zeitpunkt da. Der Zeitpunkt, an dem du wieder zurück musst. Du gehst. Freust dich.

Zurück. Du kannst es kaum fassen. Und so schnell hat sie dich wieder: die Routine.
Zurück in den Mustern.

Oder zurück und doch frei?!..

Samstag, 9. Februar 2013

Strandferien.. und dann hiess es: Chilenisches Engadin

In meiner zweiten und letzten Woche in Santiago hatte ich nochmals richtig Zeit fuer mich.. Zeit, die Stadt richtig kennen zu lernen. Oftmals nahm ich einfach die Metro und fuhr irgendwo hin. Ohne Ziel. Somit lerne ich eine Stadt am besten kennen resp. es ist meine bevorzugte Variante. :)

Ich ging dann allerdings nicht wie zuerst gedacht direkt in den Sueden, sondern zuerst an den Strand; Vina del Mar. Es gefiel mir sehr gut. Ich hatte auch wieder Glueck mit den Hostels und mit den Leuten. So war ich zuerst mit Leuten aus Frankreich und Argentinien und deren einheimischen Freunden unterwegs. 
Nach der Haelfte meiner Zeit in Vina gingen die anderen weiter resp. nach Hause. Da genoss ich es auch wieder, einfach einmal NUR Zeit fuer mich zu haben. Alleine Essen zu gehen kann z.B. sowas von entspannend sein!

Wieder liess ich mir mehrere Optionen offen.. manchmal aenderte ich taeglich oder sogar mehrmals taeglich meine Meinung, was meine weitere Reise betraf... (was z.T. den anderen ziemlich verrueckt erschien.. aber tja) Aber schlussendlich fuehrte mich mein Weg doch noch in den Sueden.. und ich bin nun in Puerto Varas. Es ist GENAU so wie die Schweiz.. erinnert mich am meisten ans Engadin, nur ist es hier waermer.. (d.h. heute gebrauchte ich das erste Mal in Chile wieder meine Regenjacke...) unglaublich.. die Landschaft.. die Kuehe ;).. und die Spuren deutscher Einwanderer sind immer noch sehr vorhanden!.. So gibt es viele deutschsprechende Menschen.. viele deutsche Strassennamen.. "Kuchen" (ja, ein spanisches Wort!..)... und die Preise sind auch schon fast europaeisch.. aber es gefaellt mir sehr gut! Es ist ein schoener Ort, der mich auch gleich zu viiiiiielen Gedichten inspirierte.. das eine konntet ihr euch ja schon zu Gemuete fuehren. ;)

Aber irgendwie bin ich wieder ein bisschen aus der Balance geraten. Weil ich mich manchmal wirklich so fuehle, als waere ich schon in der Schweiz. Aber natuerlich weiss ich, dass es nicht so ist. 

Jetzt bleibt mir noch eine Woche.. wie doch die Zeit vergeht!.. Ich bleibe vorerst einmal hier, reise dann noch ein bisschen weiter noerdlich, also wieder in Richtung von Santiago und am naechsten Freitag bin ich wieder in Santiago.. um dann schon bald die Heimreise anzutreten. 

Ich freue mich auf die richtige Schweiz.. aber natuerlich hat es auch zwei Seiten - wie alles im Leben. Meine Unabhaengigkeit und meine Freiheit werden wieder weniger... und die Routine wird auch wieder bei mir vorbeischauen.. Dinge, worauf ich mich nicht so freue. Allerdings freue ich mich schon auf meine bekannte Umgebung, mein soziales Umfeld, mein Zuhause. :)

Ich hoffe, ihr feiert schoen Fasnacht (ich vermisse dies ein bisschen - aber es laeuft mir ja nicht weg; das naechste Jahr dann wieder. ;)..)
Liebe Gruesse aus dem chilenischen Engadin & bis bald!

7.2.13 Sehnsucht

Die Ruhe des Wassers,
Die Weite (wenn auch nicht die unendliche Weite) des Sees,

fordern sie heraus,
ermoeglichen sie,
lassen die Herzen wegen ihr klagen.


Sie, die Sehnsucht.

7.2.13 "La mente es como un paracaidas: No sirve si no se abre..."/"Der Kopf ist wie ein Fallschirm: Nuetzt nichts, wenn man ihn nicht oeffnet.."

Ein Fenster. Ist zwar schoen, kann eine tolle Dekoration sein, ein Haus beschmuecken. Aber es erfuellt erst dann seinen Zweck, wenn es geoeffnet wird. Neue, frische Luft hineinlaesst.

Ein Fallschirm. Ist zwar schoen, kann eine tolle Dekoration sein, einen Erdteil beschmuecken. Aber er erfuellt erst dann seinen Zweck,wenn er geoeffnet wird. Einlaedt zum Gleiten, vor dem
Fallen schuetzt.

Ein Kopf ist zwar schoen, kann eine tolle Dekoration sein, einen schoenen Koerper perfektionieren. Aber er erfuellt erst dann seinenZweck, wenn er geoeffnet wird. Neues, frisches Gedankengut hineinlaesst. Einlaedt zum Gleiten durch die Traumwelt, vor dem Fallen, aber nicht vor dem Abheben schuetzt.

Erfuell denZweck deines Kopfes, oeffne ihn und hebe ab. 

Flieg los, erfahre Neues, erweitere deine Welt. 

Lande sanft, werde wieder bodenstaendig.

Montag, 28. Januar 2013

Reise in Peru.. ankommen in der "gefakten" Schweiz

In Paracas stiess ich auf meine zukuenftige deutsche Reisepartnerin. :) 
Wir sahen die unglaubliche Wueste in Paracas... einfach nur Wow!..Unglaublich!... gingen weiter nach Nasca, wo wir in den Genuss eines Fluges in einem Kleinflugzeug ueber die raetselhaften Nascalinien kamen (wobei ich ehrlich gesagt den Flug selbst mehr genoss als die Tatsache, die Linien zu sehen... obwohl dies auch eindruecklich war:)...).. weiter nach Arequipa, von wo aus wir einen Trekking-Trip in den tiefsten Canyon der Welt machten.. wo wir dann gezwungenermassen laenger als geplant verweilten.. aber es war auch sehr schoen, inmitten der Natur, und erfahrungsreich. Muede ging unsere Reise zurueck nach Arequipa und nach Cusco... In Cusco trennten sich unsere Wege nach einer tollen gemeinsamen Reise.. und ich flog nach Santiago de Chile.

Wir sahen sehr viel in sehr kurzer Zeit.. und legten ziemliche Distanzen mit dem Bus zurueck. Verbunden mit der sportlichen Anstrengung war das  wohl ein bisschen zu viel fuer mich allgemein und fuer meinen Koerper.. weswegen ich es jetzt geniesse, einfach ein bisschen zu sein und kein grosses Programm zu haben. 
Letzte Woche hatte ich nochmals Schule in Santiago, was ich aber ziemlich anstrengend fand. Es war auch sehr anstrenged fuer mich, mich schon wieder auf neue Leute einzustellen. Sie sind sicherlich allesamt sehr nett, aber ich hatte irgendwie keine Nerven dafuer. Ich hatte auch keine Lust, schon wieder ein neues Zuhause zu verlassen.. weswegen ich diese Woche nochmals in Santiago bei meiner Gastfamilie (die auch sehr super ist) bleibe, aber nicht mehr in die Schule gehe. 

Nach dieser Woche geht's dann fuer mich noch ein bisschen weiter suedlich.. fuer zwei Wochen... und dann heisst's ja schon wieder ab nach Hause!.. Wobei ich mich wirklich auch sehr auf Zuhause freue. Gerade in letzter Zeit habe ich schon bemerkt, dass Reisen auch sehr anstrengend sein kann... und ich brauchte etwa 3 Tage, bis ich wirklich auch mit meinem Kopf in Santiago de Chile ankam.. und ich komme nicht nur ziemlich definitiv, sondern ganz definitiv im Feb. zurueck. ;) Ich genoss es normalerweise einfach sehr, mir noch ein Tuerchen offen zu lassen... und mich nicht schon definitiv festzulegen. :)
Hm ja, aber so wies aussieht, bin ich dann wirklich wieder bereit fuer ein bisschen Struktur und mehr Bestaendigkeit, nach dem ganzen Wechsel. (Obwohl mir jeweils beides wichtig ist; ein typischer Zwilling eben...:)..)

Santiago gefiel mir am Anfang gar nicht, aber ich sah wohl einfach schon zu viele Staedte.. und eben; war zu muede. 
Jetzt muss ich sagen, dass es eine der schoeneren Staedte ist, die ich gesehen habe! Nicht so sehr versmogt und weniger Verkehr als andere.. weniger Leute unterwegs mit dem oeffentlichen Verkehr, der auch viel besser organisiert ist als an anderen Orten. Es ist ein bisschen wie die schoenere, saubere Variante von Barcelona. :)
Zudem wohne ich wieder in einer tollen Region, neben einem Park resp. fast schon inmitten im Park.

Ach ja, und ich bin wirklich sehr oft mit meinen Gedanken in der Schweiz. Der Grund dafuer ist, dass es wirklich stimmt, dass Chile die Schweiz in Suedamerika ist. Ich kann auch wieder das  Wasser aus dem Wasserhahn trinken!.. Und endlich konnte ich wieder einmal einen richtigen Salatteller essen!.. Und man sieht nicht schon aus einem Kilometer Entfernung, dass ich eine Touristin bin, weil es hier viele weisse Menschen gibt. :) Alles ist hier sauberer und organisierter. 

So, das reicht fuer heute.. und ich sende liebe Gruesse aus der “gefakten“ Schweiz in die richtige Schweiz. :)

ah und ps: habe gerade gemerkt, dass das letzte Gedicht ein bisschen dramatisch toent, deswegen: mir geht's gut; muesst euch wie immer keine Sorgen um mich machen. ;)

24.1.13 Entschleunigen

Von einem Ort zum naechsten. Volles Programm. Koerperliche Anstrengung. Immense Distanzen, die du zuruecklegst.
Immer auf Achse.

Du siehst viel. Liebst, was du siehst. Bist dankbar dafuer.
Doch alles hat seinenPreis.
Der Preis fuer dies alles war wohl deine Gesundheit.
Ein Gut, das du zu keinem Preis verlieren sollst!!!

Und du brauchst Zeit. Zeit, damit nebst deinem Koerper auch dein Kopf am neuen Ort ankommt.

Zeit fuer dich.
Langsamkeit.
Entschleunigen.
In einer Zeit, in der alles beschleunigt wird.



24.1.13 FLIEGEN

Freiheit.
Leichtigkeit.
Idylle.
Echtheit.
Ganzheitlichkeit.
Erloesung.
Nie mehr aufwachen.

Fliegen - der Traum geht weiter. 
Der Sonne entgegen.




Freitag, 11. Januar 2013

Abenteuer Regenwald: Puerto Maldonado

Nach 3 Naechten in Lima hiess es "Ab in den Regendwald!"
Ich wurde mit einem lustigen, wackeligen Gefaehrt namens Motokar vom Flughafen abgeholt.. fuhr ueber wackelige, kaputte Bruecken.. und kam endlich in der Station "Amazon Shelter" an. Ueberraschenderweise war ich die einzige Freiwilligenarbeiterin!... Was ich dann aber sehr schaetzte, da die Leute vor Ort somit mehr Zeit fuer mich hatten und ich sie besser kennenlernen konnte.

Wieder war es eine Zeit intensiver Gespraeche.. an einem Ort, an dem ich mich Zuhause fuehlte.
Die Arbeit war mehrheitlich "Affen-sitting" (nachdem ich in der Schweiz schon fleissig als Katzen-sitting geuebt habe :p..). Die Tiere waren wirklich herzig!

Nach ein paar Tagen ging's ab auf eine Gruppentour in den Regenwald. Im Projektbeschrieb hiess es "2 Naechte im Regenwald verbringen".. und ich stellte mir dies wirklich abenteuerlicher vor als es war.. Die Lodge war sicherlich sehr schoen. Aber der Standard war sehr hoch, ich haette dies nie im Leben erwartet. Viel luxurioeser als meine Unterkunft in der Freiwilligenarbeit. Allgemein war es zwar interessant, aber sehr touristisch. Deswegen bin ich froh, dass ich zuerst die Freiwilligenarbeit gemacht habe. Das war eine authentischere Erfahrung!!!

Ich sah Kaimane.. und kam in den Genuss einiger spezieller Speisen...einmal standen Termiten auf derm Programm. Schmeckten mir nicht sonderlich; waren mir zu sauer..

Nach dieser absolut fantastischen Zeit flog ich zurueck nach Lima.. und zwar im Cockpit! :) Wie das vonstatten ging, erzaehle ich euch dann einmal persoenlich, moechte nicht schon alle Geschichten erzaehlt haben, wenn ich zurueckkomme. ;)

Apropos zurueckkommen.. ich dachte zuerst, dass ich meine Reisezeit verlaengere.. aber ich  komme wohl doch im Feb. zurueck. Habe ich ziemlich definitiv beschlossen. :)
Reisen ist definitiv Leben pur, es ist fantastisch!!! Aber ich freue mich auch wieder auf euch, auf meine Heimat! :)

Nach 2 Naechten in Lima reiste ich nach Paracas, suedlich von Lima. Wohin meine weitere Reise geht, werde ich sehen, das weiss ich jetzt noch nicht.
(Meine naechste definitive Station ist am 20. der Flug nach Santiago de Chile.)

So, dann halte ich euch nicht mehr laenger auf..  wuensche euch ein tolles Wochenende und sende liebe Gruesse!

8.1.13 Eine Insel des Gluecks

Inmitten des Regenwaldes befindet sich ein trautes Heim.
Ein Heim fuer diejenigen, die nicht fuer sich selbst mit uns Menschen sprechen koennen. Tiere, die keine Stimme haben. Tiere, die misshandelt werden.
Ein Ort, wo all diejenigen  aufgenommen und umsorgt werden.
Ein Ort der Geborgenheit. Der Stille. Der Freude.
Ein Ort der Natur. In der Stille.
Ein Ort zum Ausruhen.
Erholung.

Eine Insel des Gluecks inmitten des Regenwaldes.

8.1.13 Unglaublich!

Du bist neu in einer Stadt. 
Freust dich auf deine Ferien.
Die Frau, die am Strassenrand  sitzt und bettelt, uebersiehst du. 
Den Knaben, der dir auf der Strasse etwas verkaufen moechte, ignorierst du.
Die Armut dieser Stadt siehst du nicht.

Stattdessen glaenzen deine Augen, asl sie tausende von sehr schoenen und sehr billigen Ohrringen erblicken.

Moechtest du die Armut nicht sehen oder bist du tatsaechlich so oberflaechlich und bemerkst sie schlichtweg einfach nicht???

Dienstag, 1. Januar 2013

Ab in den Sommer, ab nach Lima!

Mein erstes Wochenende in Cusco verbrachte ich mit der Besichtigung der wohl groessten Touristenattraktion Suedamerikas; Machu Picchu... Wie alle Orte in der Natur, so gefiel mir auch dieser Ort sehr gut!
Mit der Inkastadt strahlte dieser Ort etwas Magisches, Maerchenhaftes aus!
Es hatte wirklich sehr viele Touristen, aber zum Glueck waren wir fruehzeitig dran.. und kamen in den Genuss einer super Aussicht (die nicht durch massenhafte Touris verschlechtert wurde)!

Nach diesem Ausflug war ja dann schon Weihnachten.. Dieses Fest feierte ich mit meiner tollen Gastfamilie in Cusco. Ich wurde oft gefragt, ob es nicht komisch fuer mich sei, Weihnachten fern meiner Heimat zu feiern. Ja, das war es wohl... Aber ich hatte wirklich Glueck mit den Menschen in Cusco.. und fuer einmal feierte ich dieses Fest ohne jeglichen Luxus... und entdeckte wieder vermehrt den Weihnachtssinn. :)
Aber wie ihr aus einem vorherigen Gedicht schon lesen koennt, hatte Weihnachten hier auch eine sehr traurige Seite. Viele Menschen aus dem Land (dem aermeren Teil) kamen an Weihnachten ins Stadtzentrum.. und schliefen dann auf der Strasse. Ich fand es unglaublich, dass die Kinder nicht in der Schule oder in der Kirche uebernachten konnten. Immerhin war es Weihnachten!.. Und nur schon in den Haeusern ueber Nacht kalt, geschweige denn auf der Strasse!... Die kath. Kirche hier ist sehr reich (wie woh ueberall auf der Welt).. was das Ganze noch viel ironischer und paradoxer macht!..

Am Sonntag ging's dann fuer mich weiter nach Lima... und ich kam endlich im Sommer an! :) Gestern hatten wir hier 30 Grad!.. und Lima ist viel schoener als ich erwartet habe. 80% der Leute, die ich traf, sagten, dass ihnen Lima ueberhaupt nicht gefalle.. aber ich bin sehr positiv ueberrascht! Das Zentrum ist wirklich schoen, sauber und sicher!
Ich wollte schon immer einmal Weihnachten an einem Strand verbringen.. was ich dieses Jahr nicht gemacht habe (vlt. ein anderes Mal?! :)..).. aber dafuer Silvester. Ich feierte mit einer australischen Kollegin, die ich in Cusco in der Schule traf.

Ja, ich hoffe, ihr seid alle gut ins 2013 gerutscht.. und wuensche euch alles Gute fuer das neue Jahr! Feliz ano nuevo! :)

Morgen geht's fuer mich weiter nach Puerto Maldonado.
Liebe Gruesse aus dem sommerlichen Lima!

25.12.12. Leben

Leben, was heisst das?
Viele leben einfach so vor sich hin. Tag ein, Tag aus. Funktionieren wie Roboter. Gefangen im Alltagstrott.
Sicher - feste Stelle, Wohnung und ein volles Freizeitprogramm bringen Sicherheit. Du erlebst viel, tust viel. Viel fuer andere.

Aber auch fuer dich? Wo bleibst du?...
... auf der Strecke!

Breche aus.. und beginne zu leben!.. Tu das, was dir gefaellt...
atme tief ein und aus, halte inne. Nimm dir Zeit fuer DICH.

Weniger Sicherheit, mehr Freiheit.
Leben.

25.12.12 Zu traurig, um wahr zu sein...

Eine Stadt, die Arm und Reich vereint.
Eine Kirche, die Arm und Reich vereint.
Weihnachten, ein Fest, das Arm und Reich vereint.
Zu schoen um wahr zu sein..

Eine Stadt, in der Arm und Reich nebeneinanderher existieren.
Eine Kirche, die zwar von Vereinigung und Liebe predigt, aber an Weihnachten, dem Fest der Liebe, die Tore schliesst.

Die Menschen aus dem Lande bleiben auf der Strasse, ueber Nacht.
Zu traurig, um wahr zu sein...

... aber leider eben doch wahr.