Mittwoch, 19. Dezember 2012

Adiós Quito... bienvenido en Cusco!

Nach dem Projekt war ich ja noch eine Woche in Quito.. konnte wieder bei meiner Gastfamilie wohnen, was extrem lieb war. (Ich musste auch nichts bezahlen, da sie "meine Gesellschaft so genoss".. :).. ·Joe·! :)..)
Ich besuchte auch noch einmal die Schule... was mich sehr gefreut hat. 
Es war dann gerade noch der Abschied von einem Japaner, der ein Jahr (!) dort wohnte... und einer Oesterreicherin, die fast ein halbes Jahr in Quito war. Die Frau musste leider frueher zurueck als geplant, da sie krank war. (Sie hatte warhscheinlich Arthritis, ich hoffe, ihr geht es nun schon wieder besser!!!!) Das zeigte mir wieder einmal, dass es ueberhaupt nicht selbstverstaendlich ist, dass ich bis auf meine Erkaeltung nicht krank war - Gott sei Dank!

Ich suchte noch Plaetze in der Natur auf. So ging ich z.B. mit einer Gondelbahn auf einen Huegel names Cruz Loma und dort spontan auf einen "gefuehrten Spaziergang auf dem Ruecken eines Pferdes" mit einem indianischen Einwohner. Es war sehr interessant.. und ich genoss es so sehr, einfach wieder einmal tief einzuatmen.. und zwar frische Luft!

Danach reiste ich noch in eine nahegelegene Stadt namens Otavalo. Vom Busbahnhof in Quito war es zwar nur 2h entfernt, aber bis ich erst einmal dort war, brauchte ich fast gleich lange. Dieses Dorf gefiel mir sehr.. gleich bei meiner Ankunft sichtete ich ein Restaurant mit meinem Namen.. weswegen ich spontan beschloss, erst am naechsten Tag zurueckzureisen. (Das Resti war aber natuerlich nicht der Hauptgrund; es war einfach ein gutes Omen. ;)..)
Es war so befreiend, einfach durch die Stadt zu laufen.. weniger Verkehr zu haben.. viiiiiel weniger Verkehr.. auch nachts alleine rumlaufen zu duerfen (In Quito sollte man dies nach 19.00 Uhr nicht mehr)... und in ca. 20min in der Natur zu sein!
Ich stiess aber auch an Grenzen.. und zwar empfohl mir der Hostelbesitzer einen Ausflug.. und als ich dann dort ankam, rieten mir die zustaendigen Leute davon ab, diesen ca.30min. Weg alleine als Frau (morgens) zu laufen.. Es ist also teilweise wirklich ein Nachteil, alleine als Frau zu reisen. Man kann einfach nicht alles gleich machen.. aber es passte dann schon, ich gebrauchte einfach mehr resp. oefters das Taxi.


Ende der Woche war ich wirklich froh, dass ich bald aus der Stadt hinauskomme.. ich war irgendwie sehr genervt vom Verkehr.. und freute mich auf Peru.
Doch andererseits war ich natuerlich traurig wegen der Familie. Aber so ist das eben. Ein Kommen und Gehen.. (und gefrustet war ich wegen meiner Bank in der CH.. sehr nervig.. auch wenn ich weiss, dass Geld alles andere als das Wichtigste ist im Leben. Naja, ich hoffe, es klappt noch, waehrend meiner Zeit in Cusco.)

Letzten Sa. flog ich von Quito nach Lima und von dort (nach einem erneuten Check-In) weiter nach Cusco. Zuerst fand ich es ziemlich anstrengend, schon wieder zu gehen.. und der erste Flug war der erste, den ich nicht so genoss.. Denn normalerweise liebe ich es einfach, hoch ueber den Wolken zu sein!.. Aber auf dem zweiten war ich dann auch ein bischen fitter.. und freute mich wirklich!
Ich konnte meine Familie vorher nicht kontaktieren, aber es klappte alles tadellos. Und vom ersten Moment an, als ich die Wohnung betrat, fuehlte ich mich sehr wohl und sehr gut aufgehoben! Toll ist auch, dass ein zweiter Schweizer dort wohnt. :) So bekam ich gleich am ersten Tag in den Genuss einer privaten Stadtfuehrung inklusive vieler Geschichten und Tipps. Er war schon 2 Monate hier.. und kannte sich bestens aus. Heute gehts fuer ihn aber dann weiter nach Bolivien.
Diese Familie ist sehr familiaer. Weniger reich als die letzte, dafuer viel familiaerer. Die Gastmam ist etwa gleich alt wie meine Eltern.. und sie hat zwei Toechter; eine ist 2 Jahre aelter als ich, die andere 1 Jahr juenger. Ich freue mich, Weihnachten mit ihnen verbringen zu koennen.. und nicht alleine in einem Hostel zu sitzen.. :) Das war mir schon wichtig! :)

Cusco hat ein herziges Zentrum.. aber sonst habe ich gemischte Gefuehle.. einerseits ist es sicherer, man kann hier bis 22.00 alleine rumlaufen.. andererseits hat es mehr Bettler als in Ecuador... Der Staat sorgt sich auch nicht um die aermeren Leute (in Ecuador schon).. und man soll (weder am Tag, noch bei Nacht) nicht in die Stadtteile gehen, die hoeher liegen. Dort wohnen die aermeren Leute.. Und die Stadt ist sehr touristisch! Ich habe erfahren, dass seit 2007 (seit diesem Jahr gehoert Machu Picchu zu den Weltwundern) ein Wechsel stattfand.. Frueher konnte man noch Kinder in den Strassen des Zentrums spielen sehen.. es gab Parks.. was es beides nicht mehr gibt. Stattdessen Hostels, Einkaufslaeden.. Restaurants etc...

Die Schule ist groesser.. und in meiner Klasse sind wir fuenf Estudiantes. Die eine Lehrerin erzaehlt und jeweils sehr viel von der Geschichte Perus.. vom Leben.. was sehr sehr interessant ist! Die zweite behandelt mit uns mehr die Grammatik.. Momentan schauen wir auch gerade einen Film "Maria llena de gracia". Ich kannte ihn schon aus der Kanti-Zeit, aber es ist wirklich ein empfehlenswerter Film, weswegen es mir auch nichts ausmacht, ihn nochmals zu schauen.

Das Wetter in Cusco ist fuer mich ueberraschend kaelter.. Also alle, die denken, ich sei momentan im absoluten Sommer.. Stimmt leider ueberhaupt nicht!.. Ich fuehle mich wie im Spaetherbst.. :)..Cusco liegt auf ca. 3'500 m und Quito auf knapp 2'900.. wenn die Sonne scheint, ist es richtig warm, aber wenn nicht, ziemlich kalt.. und es gibt ja (wie wahrscheinlich fast ueberall in Suedamerika) keine Heizungen... In den Monaten Juni-August soll es aber noch viel extremer sein... unvorstellbar!..

Sodela, ich glaube, ich konnte euch ziemlich lange mit Lesen beschaeftigen.. und sende liebe Gruesse an euch!

Feliz navidad a todos! (Ich kann gar nicht glauben, dass naechste Wochen schon Weihnachten ist!.,.)





Montag, 10. Dezember 2012

Tolle Erfahrung

Wie ihr aus den vorhergehenden Gedichten schon lesen koennt, gefiel es mir einfach sehr gut auf der Insel!
Das Projekt war eine gute Erfahrung. Mir gefiel es, voellig jenseits der Zivilisation und inmitten der Natur zu sein. Es war wirklich befreiend, erfrischend! Natuerlich hatte es auch Nachteile.. So trockneten die Sachen zum Beispiel nicht, da es dort so feucht war. Oder ich habe jetzt viele "Souvenirs" von den Moskitos..  Aber es war wirklich toll. Aber ganz anders, als ich erwartet habe.^^
Wir pflanzten dort Kaffeepflanzen an oder zerstoerten Mora. Das ist aehnlich wie bei uns die Brombeere, aber sie wurde quasi mit den Schiffen importiert.. und ist fuer die einheimischen Pflanzen gar nicht gut. Auch die Moskitos gab es frueher nicht..

Im Projektbeschrieb stand, dass man Spanisch sprechen muesse.. es sei die Hauptsprache dort.. und man brauche sie, um von den Forschungen profitieren zu koennen.. Nun, als ich ankam, sprachen alle Deutsch.. oder Englisch. :) Geforscht wurde auch nicht... Die Leute, die ich traf, waren super.
Der Projektbeschrieb entsprach wirklich nicht der Wahrheit.. So haette man am Abend die Insel erkunden koennen... doch wir mussten 40min mit dem Taxi fahren, um ins Dorf zu kommen. War also gar nicht moeglich.
Das Projekt an sich war super, nur gaben mir die Organisation (GAdventures) falsche Angaben.. und ich musste sie sehr oft anrufen, um Infos einzuholen, was muehsam war. Aber eben, das Projekt Jatun Sacha war super und die Leute dort konnten auch gar nichts dafuer, dass meine Organisation nicht so gut organisiert und nicht bei der Wahrheit geblieben war.
Wenn ihr aber einmal so etwas machen wollt, waehlt bitte Project Abroad oder Ubelong, von denen habe ich noch nichts Schlechtes gehoert. :)

Ich verliess nach drei Tagen das Projekt (am Donnerstag, statt am Samstag), um auch noch den anderen Teil der Insel zu sehen. Die Kueste. Und es war einfach traumhaft! Ihr haettet diese Straende sehen sollen!.. Und sie waren (fast) menschenleer!... Ich war da nicht alleine unterwegs, sondern mit den anderen Volunteers.

Somit sah ich beide Teile der Insel. Beide uebten ihre Faszination auf mich aus.
Unglaublich, wie die Menschen hier Zeit hatten! So einen Ort habe ich vorher noch nie gesehen!.. Gefiel mir viel besser als die Grossstadt. Auch wenn es mir auch hier gefaellt und ich tolle Menschen und Orte kennengelernt habe.

Gestern, also am Sonntag, flog ich wieder zurueck nach Quito.
Bin nun im Hotel (gehoert noch zum Gesamtpaket der Organisation dazu), danach werde ich heute zu meiner Gastfamilie zurueckkehren. Ich freue mich schon.. und ich glaube, die Freude ist auch ganz auf der Seite der Gastmam. ;).. Ich habe sie gestern angerufen... und sie haette mich am liebsten gestern schon wieder im Hause gehabt.^^



Am Samstag gehts dann fuer mich weiter nach Lima.. und Cusco. Darauf freue ich mich auch schon.



Liebe Gruesse aus.. leider nicht mehr aus dem Paradies.. aber dafuer aus Quito!
Ich wuensche euch eine schoene Woche!

9.12.12 Eine Insel. Eine Welt. Deine Welt.

Eine Insel. Ein Dorf. Eine kleine Welt.
Musst oft lange warten, dafuer gibt es hier keinen Stress.
Kann langweilig sein, dafuer hast du keine Hektik. Kein vollgestopftes Programm.
Geniessen des Hier und Jetzt inmitten dieser unglaublichen Natur.

Die Menschen hier haben einfach Zeit. Zeit hierzusitzen. Zeit fuereinander. Zeit fuers Gespraech.
Definitiv ein Ort, an den ich zurueckkehren moechte!

9.12.12 Jenseits der Zivilisation. Erholsam.

Abgeholt werden.
Jenseits der Zivilisation wieder ankommen. Natur pur. Erholung pur. Fuer einmal Verzicht auf Luxus.
Einserseits fehlt dir der Comfort, der fuer dich selbstverstaendlich war. Andererseits geniesst du es, wieder einmal naeher bei der Natur zu sein. Frei von materiellen Dingen.
Frische Luft zum Atmen. Pure Natur zum Bestaunen. Arbeiten mit den Haenden. Auslueften deines Kopfes. So befreiend!
Natur – tut Koerper, Geist und Seele gut!


2.12.12 Alleine reisen

Auch wenn alleine reisen manchmal ganz schoen anstrengend oder auch einsam sein kann, hat es doch einen grossen Vorteil: Man geht viel offener auf andere Menschen zu.
Beginnt dort Gespraeche, wo man sonst schweigen wuerde.
Somit lernt man das Land und seine Menschen viel besser kennen.