Samstag, 9. Februar 2013

Strandferien.. und dann hiess es: Chilenisches Engadin

In meiner zweiten und letzten Woche in Santiago hatte ich nochmals richtig Zeit fuer mich.. Zeit, die Stadt richtig kennen zu lernen. Oftmals nahm ich einfach die Metro und fuhr irgendwo hin. Ohne Ziel. Somit lerne ich eine Stadt am besten kennen resp. es ist meine bevorzugte Variante. :)

Ich ging dann allerdings nicht wie zuerst gedacht direkt in den Sueden, sondern zuerst an den Strand; Vina del Mar. Es gefiel mir sehr gut. Ich hatte auch wieder Glueck mit den Hostels und mit den Leuten. So war ich zuerst mit Leuten aus Frankreich und Argentinien und deren einheimischen Freunden unterwegs. 
Nach der Haelfte meiner Zeit in Vina gingen die anderen weiter resp. nach Hause. Da genoss ich es auch wieder, einfach einmal NUR Zeit fuer mich zu haben. Alleine Essen zu gehen kann z.B. sowas von entspannend sein!

Wieder liess ich mir mehrere Optionen offen.. manchmal aenderte ich taeglich oder sogar mehrmals taeglich meine Meinung, was meine weitere Reise betraf... (was z.T. den anderen ziemlich verrueckt erschien.. aber tja) Aber schlussendlich fuehrte mich mein Weg doch noch in den Sueden.. und ich bin nun in Puerto Varas. Es ist GENAU so wie die Schweiz.. erinnert mich am meisten ans Engadin, nur ist es hier waermer.. (d.h. heute gebrauchte ich das erste Mal in Chile wieder meine Regenjacke...) unglaublich.. die Landschaft.. die Kuehe ;).. und die Spuren deutscher Einwanderer sind immer noch sehr vorhanden!.. So gibt es viele deutschsprechende Menschen.. viele deutsche Strassennamen.. "Kuchen" (ja, ein spanisches Wort!..)... und die Preise sind auch schon fast europaeisch.. aber es gefaellt mir sehr gut! Es ist ein schoener Ort, der mich auch gleich zu viiiiiielen Gedichten inspirierte.. das eine konntet ihr euch ja schon zu Gemuete fuehren. ;)

Aber irgendwie bin ich wieder ein bisschen aus der Balance geraten. Weil ich mich manchmal wirklich so fuehle, als waere ich schon in der Schweiz. Aber natuerlich weiss ich, dass es nicht so ist. 

Jetzt bleibt mir noch eine Woche.. wie doch die Zeit vergeht!.. Ich bleibe vorerst einmal hier, reise dann noch ein bisschen weiter noerdlich, also wieder in Richtung von Santiago und am naechsten Freitag bin ich wieder in Santiago.. um dann schon bald die Heimreise anzutreten. 

Ich freue mich auf die richtige Schweiz.. aber natuerlich hat es auch zwei Seiten - wie alles im Leben. Meine Unabhaengigkeit und meine Freiheit werden wieder weniger... und die Routine wird auch wieder bei mir vorbeischauen.. Dinge, worauf ich mich nicht so freue. Allerdings freue ich mich schon auf meine bekannte Umgebung, mein soziales Umfeld, mein Zuhause. :)

Ich hoffe, ihr feiert schoen Fasnacht (ich vermisse dies ein bisschen - aber es laeuft mir ja nicht weg; das naechste Jahr dann wieder. ;)..)
Liebe Gruesse aus dem chilenischen Engadin & bis bald!

7.2.13 Sehnsucht

Die Ruhe des Wassers,
Die Weite (wenn auch nicht die unendliche Weite) des Sees,

fordern sie heraus,
ermoeglichen sie,
lassen die Herzen wegen ihr klagen.


Sie, die Sehnsucht.

7.2.13 "La mente es como un paracaidas: No sirve si no se abre..."/"Der Kopf ist wie ein Fallschirm: Nuetzt nichts, wenn man ihn nicht oeffnet.."

Ein Fenster. Ist zwar schoen, kann eine tolle Dekoration sein, ein Haus beschmuecken. Aber es erfuellt erst dann seinen Zweck, wenn es geoeffnet wird. Neue, frische Luft hineinlaesst.

Ein Fallschirm. Ist zwar schoen, kann eine tolle Dekoration sein, einen Erdteil beschmuecken. Aber er erfuellt erst dann seinen Zweck,wenn er geoeffnet wird. Einlaedt zum Gleiten, vor dem
Fallen schuetzt.

Ein Kopf ist zwar schoen, kann eine tolle Dekoration sein, einen schoenen Koerper perfektionieren. Aber er erfuellt erst dann seinenZweck, wenn er geoeffnet wird. Neues, frisches Gedankengut hineinlaesst. Einlaedt zum Gleiten durch die Traumwelt, vor dem Fallen, aber nicht vor dem Abheben schuetzt.

Erfuell denZweck deines Kopfes, oeffne ihn und hebe ab. 

Flieg los, erfahre Neues, erweitere deine Welt. 

Lande sanft, werde wieder bodenstaendig.