Montag, 28. Januar 2013

Reise in Peru.. ankommen in der "gefakten" Schweiz

In Paracas stiess ich auf meine zukuenftige deutsche Reisepartnerin. :) 
Wir sahen die unglaubliche Wueste in Paracas... einfach nur Wow!..Unglaublich!... gingen weiter nach Nasca, wo wir in den Genuss eines Fluges in einem Kleinflugzeug ueber die raetselhaften Nascalinien kamen (wobei ich ehrlich gesagt den Flug selbst mehr genoss als die Tatsache, die Linien zu sehen... obwohl dies auch eindruecklich war:)...).. weiter nach Arequipa, von wo aus wir einen Trekking-Trip in den tiefsten Canyon der Welt machten.. wo wir dann gezwungenermassen laenger als geplant verweilten.. aber es war auch sehr schoen, inmitten der Natur, und erfahrungsreich. Muede ging unsere Reise zurueck nach Arequipa und nach Cusco... In Cusco trennten sich unsere Wege nach einer tollen gemeinsamen Reise.. und ich flog nach Santiago de Chile.

Wir sahen sehr viel in sehr kurzer Zeit.. und legten ziemliche Distanzen mit dem Bus zurueck. Verbunden mit der sportlichen Anstrengung war das  wohl ein bisschen zu viel fuer mich allgemein und fuer meinen Koerper.. weswegen ich es jetzt geniesse, einfach ein bisschen zu sein und kein grosses Programm zu haben. 
Letzte Woche hatte ich nochmals Schule in Santiago, was ich aber ziemlich anstrengend fand. Es war auch sehr anstrenged fuer mich, mich schon wieder auf neue Leute einzustellen. Sie sind sicherlich allesamt sehr nett, aber ich hatte irgendwie keine Nerven dafuer. Ich hatte auch keine Lust, schon wieder ein neues Zuhause zu verlassen.. weswegen ich diese Woche nochmals in Santiago bei meiner Gastfamilie (die auch sehr super ist) bleibe, aber nicht mehr in die Schule gehe. 

Nach dieser Woche geht's dann fuer mich noch ein bisschen weiter suedlich.. fuer zwei Wochen... und dann heisst's ja schon wieder ab nach Hause!.. Wobei ich mich wirklich auch sehr auf Zuhause freue. Gerade in letzter Zeit habe ich schon bemerkt, dass Reisen auch sehr anstrengend sein kann... und ich brauchte etwa 3 Tage, bis ich wirklich auch mit meinem Kopf in Santiago de Chile ankam.. und ich komme nicht nur ziemlich definitiv, sondern ganz definitiv im Feb. zurueck. ;) Ich genoss es normalerweise einfach sehr, mir noch ein Tuerchen offen zu lassen... und mich nicht schon definitiv festzulegen. :)
Hm ja, aber so wies aussieht, bin ich dann wirklich wieder bereit fuer ein bisschen Struktur und mehr Bestaendigkeit, nach dem ganzen Wechsel. (Obwohl mir jeweils beides wichtig ist; ein typischer Zwilling eben...:)..)

Santiago gefiel mir am Anfang gar nicht, aber ich sah wohl einfach schon zu viele Staedte.. und eben; war zu muede. 
Jetzt muss ich sagen, dass es eine der schoeneren Staedte ist, die ich gesehen habe! Nicht so sehr versmogt und weniger Verkehr als andere.. weniger Leute unterwegs mit dem oeffentlichen Verkehr, der auch viel besser organisiert ist als an anderen Orten. Es ist ein bisschen wie die schoenere, saubere Variante von Barcelona. :)
Zudem wohne ich wieder in einer tollen Region, neben einem Park resp. fast schon inmitten im Park.

Ach ja, und ich bin wirklich sehr oft mit meinen Gedanken in der Schweiz. Der Grund dafuer ist, dass es wirklich stimmt, dass Chile die Schweiz in Suedamerika ist. Ich kann auch wieder das  Wasser aus dem Wasserhahn trinken!.. Und endlich konnte ich wieder einmal einen richtigen Salatteller essen!.. Und man sieht nicht schon aus einem Kilometer Entfernung, dass ich eine Touristin bin, weil es hier viele weisse Menschen gibt. :) Alles ist hier sauberer und organisierter. 

So, das reicht fuer heute.. und ich sende liebe Gruesse aus der “gefakten“ Schweiz in die richtige Schweiz. :)

ah und ps: habe gerade gemerkt, dass das letzte Gedicht ein bisschen dramatisch toent, deswegen: mir geht's gut; muesst euch wie immer keine Sorgen um mich machen. ;)

24.1.13 Entschleunigen

Von einem Ort zum naechsten. Volles Programm. Koerperliche Anstrengung. Immense Distanzen, die du zuruecklegst.
Immer auf Achse.

Du siehst viel. Liebst, was du siehst. Bist dankbar dafuer.
Doch alles hat seinenPreis.
Der Preis fuer dies alles war wohl deine Gesundheit.
Ein Gut, das du zu keinem Preis verlieren sollst!!!

Und du brauchst Zeit. Zeit, damit nebst deinem Koerper auch dein Kopf am neuen Ort ankommt.

Zeit fuer dich.
Langsamkeit.
Entschleunigen.
In einer Zeit, in der alles beschleunigt wird.



24.1.13 FLIEGEN

Freiheit.
Leichtigkeit.
Idylle.
Echtheit.
Ganzheitlichkeit.
Erloesung.
Nie mehr aufwachen.

Fliegen - der Traum geht weiter. 
Der Sonne entgegen.




Freitag, 11. Januar 2013

Abenteuer Regenwald: Puerto Maldonado

Nach 3 Naechten in Lima hiess es "Ab in den Regendwald!"
Ich wurde mit einem lustigen, wackeligen Gefaehrt namens Motokar vom Flughafen abgeholt.. fuhr ueber wackelige, kaputte Bruecken.. und kam endlich in der Station "Amazon Shelter" an. Ueberraschenderweise war ich die einzige Freiwilligenarbeiterin!... Was ich dann aber sehr schaetzte, da die Leute vor Ort somit mehr Zeit fuer mich hatten und ich sie besser kennenlernen konnte.

Wieder war es eine Zeit intensiver Gespraeche.. an einem Ort, an dem ich mich Zuhause fuehlte.
Die Arbeit war mehrheitlich "Affen-sitting" (nachdem ich in der Schweiz schon fleissig als Katzen-sitting geuebt habe :p..). Die Tiere waren wirklich herzig!

Nach ein paar Tagen ging's ab auf eine Gruppentour in den Regenwald. Im Projektbeschrieb hiess es "2 Naechte im Regenwald verbringen".. und ich stellte mir dies wirklich abenteuerlicher vor als es war.. Die Lodge war sicherlich sehr schoen. Aber der Standard war sehr hoch, ich haette dies nie im Leben erwartet. Viel luxurioeser als meine Unterkunft in der Freiwilligenarbeit. Allgemein war es zwar interessant, aber sehr touristisch. Deswegen bin ich froh, dass ich zuerst die Freiwilligenarbeit gemacht habe. Das war eine authentischere Erfahrung!!!

Ich sah Kaimane.. und kam in den Genuss einiger spezieller Speisen...einmal standen Termiten auf derm Programm. Schmeckten mir nicht sonderlich; waren mir zu sauer..

Nach dieser absolut fantastischen Zeit flog ich zurueck nach Lima.. und zwar im Cockpit! :) Wie das vonstatten ging, erzaehle ich euch dann einmal persoenlich, moechte nicht schon alle Geschichten erzaehlt haben, wenn ich zurueckkomme. ;)

Apropos zurueckkommen.. ich dachte zuerst, dass ich meine Reisezeit verlaengere.. aber ich  komme wohl doch im Feb. zurueck. Habe ich ziemlich definitiv beschlossen. :)
Reisen ist definitiv Leben pur, es ist fantastisch!!! Aber ich freue mich auch wieder auf euch, auf meine Heimat! :)

Nach 2 Naechten in Lima reiste ich nach Paracas, suedlich von Lima. Wohin meine weitere Reise geht, werde ich sehen, das weiss ich jetzt noch nicht.
(Meine naechste definitive Station ist am 20. der Flug nach Santiago de Chile.)

So, dann halte ich euch nicht mehr laenger auf..  wuensche euch ein tolles Wochenende und sende liebe Gruesse!

8.1.13 Eine Insel des Gluecks

Inmitten des Regenwaldes befindet sich ein trautes Heim.
Ein Heim fuer diejenigen, die nicht fuer sich selbst mit uns Menschen sprechen koennen. Tiere, die keine Stimme haben. Tiere, die misshandelt werden.
Ein Ort, wo all diejenigen  aufgenommen und umsorgt werden.
Ein Ort der Geborgenheit. Der Stille. Der Freude.
Ein Ort der Natur. In der Stille.
Ein Ort zum Ausruhen.
Erholung.

Eine Insel des Gluecks inmitten des Regenwaldes.

8.1.13 Unglaublich!

Du bist neu in einer Stadt. 
Freust dich auf deine Ferien.
Die Frau, die am Strassenrand  sitzt und bettelt, uebersiehst du. 
Den Knaben, der dir auf der Strasse etwas verkaufen moechte, ignorierst du.
Die Armut dieser Stadt siehst du nicht.

Stattdessen glaenzen deine Augen, asl sie tausende von sehr schoenen und sehr billigen Ohrringen erblicken.

Moechtest du die Armut nicht sehen oder bist du tatsaechlich so oberflaechlich und bemerkst sie schlichtweg einfach nicht???

Dienstag, 1. Januar 2013

Ab in den Sommer, ab nach Lima!

Mein erstes Wochenende in Cusco verbrachte ich mit der Besichtigung der wohl groessten Touristenattraktion Suedamerikas; Machu Picchu... Wie alle Orte in der Natur, so gefiel mir auch dieser Ort sehr gut!
Mit der Inkastadt strahlte dieser Ort etwas Magisches, Maerchenhaftes aus!
Es hatte wirklich sehr viele Touristen, aber zum Glueck waren wir fruehzeitig dran.. und kamen in den Genuss einer super Aussicht (die nicht durch massenhafte Touris verschlechtert wurde)!

Nach diesem Ausflug war ja dann schon Weihnachten.. Dieses Fest feierte ich mit meiner tollen Gastfamilie in Cusco. Ich wurde oft gefragt, ob es nicht komisch fuer mich sei, Weihnachten fern meiner Heimat zu feiern. Ja, das war es wohl... Aber ich hatte wirklich Glueck mit den Menschen in Cusco.. und fuer einmal feierte ich dieses Fest ohne jeglichen Luxus... und entdeckte wieder vermehrt den Weihnachtssinn. :)
Aber wie ihr aus einem vorherigen Gedicht schon lesen koennt, hatte Weihnachten hier auch eine sehr traurige Seite. Viele Menschen aus dem Land (dem aermeren Teil) kamen an Weihnachten ins Stadtzentrum.. und schliefen dann auf der Strasse. Ich fand es unglaublich, dass die Kinder nicht in der Schule oder in der Kirche uebernachten konnten. Immerhin war es Weihnachten!.. Und nur schon in den Haeusern ueber Nacht kalt, geschweige denn auf der Strasse!... Die kath. Kirche hier ist sehr reich (wie woh ueberall auf der Welt).. was das Ganze noch viel ironischer und paradoxer macht!..

Am Sonntag ging's dann fuer mich weiter nach Lima... und ich kam endlich im Sommer an! :) Gestern hatten wir hier 30 Grad!.. und Lima ist viel schoener als ich erwartet habe. 80% der Leute, die ich traf, sagten, dass ihnen Lima ueberhaupt nicht gefalle.. aber ich bin sehr positiv ueberrascht! Das Zentrum ist wirklich schoen, sauber und sicher!
Ich wollte schon immer einmal Weihnachten an einem Strand verbringen.. was ich dieses Jahr nicht gemacht habe (vlt. ein anderes Mal?! :)..).. aber dafuer Silvester. Ich feierte mit einer australischen Kollegin, die ich in Cusco in der Schule traf.

Ja, ich hoffe, ihr seid alle gut ins 2013 gerutscht.. und wuensche euch alles Gute fuer das neue Jahr! Feliz ano nuevo! :)

Morgen geht's fuer mich weiter nach Puerto Maldonado.
Liebe Gruesse aus dem sommerlichen Lima!

25.12.12. Leben

Leben, was heisst das?
Viele leben einfach so vor sich hin. Tag ein, Tag aus. Funktionieren wie Roboter. Gefangen im Alltagstrott.
Sicher - feste Stelle, Wohnung und ein volles Freizeitprogramm bringen Sicherheit. Du erlebst viel, tust viel. Viel fuer andere.

Aber auch fuer dich? Wo bleibst du?...
... auf der Strecke!

Breche aus.. und beginne zu leben!.. Tu das, was dir gefaellt...
atme tief ein und aus, halte inne. Nimm dir Zeit fuer DICH.

Weniger Sicherheit, mehr Freiheit.
Leben.

25.12.12 Zu traurig, um wahr zu sein...

Eine Stadt, die Arm und Reich vereint.
Eine Kirche, die Arm und Reich vereint.
Weihnachten, ein Fest, das Arm und Reich vereint.
Zu schoen um wahr zu sein..

Eine Stadt, in der Arm und Reich nebeneinanderher existieren.
Eine Kirche, die zwar von Vereinigung und Liebe predigt, aber an Weihnachten, dem Fest der Liebe, die Tore schliesst.

Die Menschen aus dem Lande bleiben auf der Strasse, ueber Nacht.
Zu traurig, um wahr zu sein...

... aber leider eben doch wahr.