Freitag, 21. Juni 2013

16.06.13

Hellgruene Wiesen. Dunkelgruene Waelder. Edelbraune Fluesse. Weisse Jurten.
Passt alles zusammen. Ergibt ein schoenes Gesamtbild. 

Doch etwas passt nicht in dieses tolle Landschaftsbild: Glas, PET, Papier.
Abfall ist immer wieder zu entdecken.

Der Lebensstil hier in einer Jurte ist eigentlich aeusserst naturschonend.
Doch dem schoenen Land auch durch Abfallsammlung Sorge zu tragen, das haben die Menschen hier noch nicht entdeckt.

Nichts ist perfekt.
Man lernt ein Leben lang.

09.06.13

Im Juhee draussen.
     Urchig.
     Rueckzug (zu den Wurzeln).
     Tee.
     Einfach.

Meine erste Zeit in der Mongolei - nun schon bald 3 Wochen!...

Hallo ihr Lieben!

Kurz vor meinem Geburtstag reiste ich ja in die Mongolei... und brauchte dann sehr viel Zeit, um wirklich anzukommen!
Ich wurde von meiner Kollegin und ihrem Freund am Flughafen abgeholt... und hatte mich so gefreut, sie zu sehen! :)
Ich wohnte in einer Wohnung, wo noch zwei andere Schweizerinnen waren, die aber beide ihre letzte Woche hier hatten.. und sich am Verabschieden waren, waehrend ich mich zuerst noch eingewohenen musste resp. durfte.
Aber ich fuehlte mich wahrlich als Auslaender... Die Sprache kann ich natuerlich ueberhaupt nicht, d.h. auch die Schrift ist mir fremd... und was mir am meisten aufgefallen ist, am Anfang: Die Leute hier sehen natuerlich auch ganz anders aus als wir Europaeer resp ich sehe hier anders aus als die Einwohner.. und ich wurde z.T. angestarrt.. was ja normal ist, aber wenn ich dies dann jeweils bemerkte und sie auch anschaute, schauten sie nicht einfach weg, sondern starrten mich ungeniert weiter an!..
Natuerlich war es mir bewusst, dass es dieses Mal eine ganz andere Reiseerfahrung wird. Aber es dann wirklich auch zu erleben ist wieder etwas ganz Anderes!
Obwohl es mir am Anfang wirklich schwerer fiel, mich einzuleben, bin ich froh, diese Erfahrung einmal gemacht zu haben. So kann ich die Situation von Auslaendern bei uns (noch) besser nachempfinden!

Die Schule, mit der ich ins Lager gehen sollte, erschien mir sehr unorganisiert... Mir war aber schon vor der Abreise klar, dass hier Flexibilitaet und Spontanitaet gefragt sein werden... was sich auch bewahrheitet hat..  Das Lager sollte eigentlich am Samstag (urspruenglich einmal schon 5 Tage vorher) beginnen.. Am Freitag erfuhren wir dann aber, dass es am Montag starten werde... und am Sonntagabend erfuhren wir zufaellig, dass nur 1 x 8 Tage durchgefuehrt werden statt 2x 8 Tagen.... Hm ja. Flexibilitaet war da gefragt.^^
Zum Glueck hatte ich nichts geplant fuer nach dem Lager. ;)

Das Team spricht natuerlich jeweils Mongolisch... was mir zuerst in der Schule als unfreundlich aufgefallen ist... aber im Lager wurde es dann normal fuer mich. D.h. es ist verstaendlich, da ein paar Deutsch sprechen.. ein paar Englisch... alle ausser mir und meiner Schweizer Kollegin Mongolisch.. und nicht alle Mongolinnen Deutsch oder Englisch sprechen.. Ich bin aber sehr froh, dass ich die Leute im Lager besser kennen lernen konnte. So waren sie alle, auch die Schulleiterin, wirklich viel lockerer drauf! Sie konnten sich auch sehr Muehe geben, uns das Gesagte zu uebersetzen! Es war lustig mit ihnen!
Wir unterrichteten jeweils am Morgen Englisch... und am Nachmittag hatten die Kinder ein Programm vom Camp aus. Manchmal auch mit uns. Es waren also fast Ferien fuer uns. ;)
Unterrichten war auch eine spezielle Erfahrung... zuerst schwierig (da wir kein Mongolisch sprechen und die einige Kinder praktisch kein Englisch), dann lebten wir uns aber auch dort ein.
Wir wohnen uebrigens wieder in der gleichen Wohnung.. und heute kommen ein paar einheimische Lehrkraefte des Camps zu uns zum Abendessen, so als Abschluss. Morgen geht es fuer uns weiter...

Das Lager war insgesamt eine tolle Erfahrung! Aber fuer uns und sogar fuer die einheimischen Lehrkraefte wurde das Warten teilweise muehsam.... Ein Mix zwischen dem punktgenauen Schweizer und dem wartenlassenden Mongolen waere super!
Das Warten ist wirklich sehr ungewohnt, manchmal auch muehsam. Aber trotzdem finde ich es einmal schoen zu sehen. Denn hier kennen sie keinen Stress. Haben einfach Zeit. Das ist mir dann wiederum sympathisch! :)
Und die Landschaft beim Camp war einfach suuuuper!!! Gruen, Gruen, Gruen!! Und nicht zu vergessen: Der *ach so gefaehrliche* Fluss setzte dem Ganzen noch den Glanz hinzu!

Eigentlich wollte ich dann naechste Woche nach Khovd gehen, meine mongolische Freundin besuchen. Sie wollte in ihrem Heimatort ihr Kind bekommen. Aber jetzt hat sie schon hier einen Sohn bekommen!!!!!!!!!! :) Es geht ihnen beiden gut, alles tiptop! Was fuer eine Ueberraschung!!! Eine richtig herzige kleine Familie!!! :)
Aber nun haben sich auch meine Plaene geaendert.. (zum Glueck hatte ich noch keinen Flug etc. gebucht!..) und ich reise jetzt doch noch mit meiner schweizerischen Lagerkollegin weiter in den Norden... nach 2-3 Wochen komme ich dann wieder zurueck, um nochmals meine Kollegin zu besuchen.
Deswegen war ich gestern noch in der Hauptstadt (um das Visum zu verlaengern)... Wurde auf dem Amt von einem Schalter zum naechsten gehetzt.. aber zum Glueck hat alles geklappt.. und ich konnte dann sogar noch meine ehemalige Mitbewohnerin treffen... Sie sitzt in UB fest, wegen ihrem Visum nach China... Dauert ein bisschen.. Aber sie hat jetzt noch 1 Jahr Zeit zum Reisen, dann ist eine Woche laenger auch nicht sooo tragisch.

Ich freue mich uebrigens schon sehr auf den Schulstart. Toent sicher komisch. Ist aber so. :) hehe
Aber jetzt freue ich mich zuerst darauf, die anderen nochmals zu sehen... und dann auf die Reise (uebrigens hauptsaechlich mit dem Zelt), wo wir sicher wieder viel Neues sehen werden.. Pferde werden auch dabei sein. :)
Es wuerde mich wirklich sehr reizen, einmal mit einem Pferde durch die Gegend hier zu reiten... Leider sieht man aber nicht so viele Reiter, das Auto hat auch hier die Pferde ersetzt...
Trotzdem sieht man jeweils Pferde-, Kuh-, Ziegen- und Schafherden. Passen genau so wie die Jurten super ins Landschaftsbild!
Jurten finde ich uebrigens sehr gemuetlich und auch herzig. Toll, wie einfach die Menschen dort drinnen leben!
... und schlussendlich freue ich mich natuerlich, dass ich nach dieser Reise, wenn ich wieder hierher zurueckkomme, meine Freundin wieder sehe!... bevor es dann zurueck in die Schweiz geht.

So, ich wuensche euch eine schoene Zeit... bis bald... und abschliessen tue ich heute mit einem Zitat meiner Lager-Kollegin
*Die Mongolei, das Land der drei Ws. Wind. Wetter. Warten.*